DDR-Metal

Metal Militia In Eastern Germany.
Heavy und Extreme Metal als soziale und ästhetische Praxis in der DDR der 1980er Jahre

Das Dissertationsvorhaben beschäftigt sich mit einem Thema, dass seit einigen Jahren ein stetig wachsendes wissenschaftliches und feuilletonistisches Interesse erfährt: Heavy Metal als Kultur- und Lebenswelt, als ästhetischer sowie sozialer Erfahrungsraum.

Im Mittelpunkt steht dabei der Heavy und Extreme Metal in der DDR der 1980er Jahre. Es soll dabei der Frage nachgegangen werden, wie und in welcher Form das sich vorrangig im anglo-amerikanischen Raum und Nordeuropa entwickelte und in den 1980er Jahren stark ausdifferenzierte Genre und dessen Lebenswelt in der DDR rezipiert, adaptiert und konstituiert wurde.

Unter Rückgriff auf das sozialwissenschaftliche Konzept der juvenilen Szene sollen Transferprozesse, Bedingungen und Strukturen der sozialen und ästhetischen, d.h. auch konkreten musikalischen Praxis in den verschiedenen Regionen der DDR nachgezeichnet werden. Dies bedeutet zugleich auch, die Rahmenbedingung dieser posttraditionalen Jugendkultur im Staatssozialismus und im Kontext des Kalten Krieges zu betrachten, um konkret Freiräume und Grenzen in ihren alltagskulturellen Dimensionen nachzeichnen zu können.

Als empirische Grundlagen werden zum einen Oral-History-Interviews mit Zeitzeugen aus verschiedenen Regionen der DDR geführt. Zum anderen sollen Recherchen in der Stasi-Unterlagenbehörde und im Deutschen Rundfunkarchiv (Potsdam-Babelsberg) durchgeführt werden.

Die Arbeit wird von Prof. Dr. Martin Pfleiderer (HfM Weimar) betreut.

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